Bergstation Mellaubahn (c) Lukas Lässer Frick Architekt ZT GmbH

Sichere Betriebe

 

Covid-19-Beauftragter

 

Gemäß Landesverordnung müssen touristische Betriebe in der Wintersaison 2020/21 über einen Covid-19-Beauftragten verfügen. Als touristischer Betrieb werden alle Kategorien der Beherbergung, Gastronomie, Seilbahnunternehmen, Skischulen und Tourismusorganisationen definiert.

Keine Vorkenntnisse oder spezifische Ausbildung erforderlich
Für die Bestellung zum Covid-19-Beauftragten im Rahmen des Winterkodex Vorarlberg sind keine vertiefenden Kenntnisse notwendig. Dabei steht es dem Unternehmer frei, sich selbst, einen Mitarbeiter oder einen externen Beauftragten zu bestellen. Der Covid-19-Beauftragte sollte mit dem Betrieb vertraut sein.

Die Aufgaben des Covid-19 Beauftragten laut Landesverordnung:
  • Analyse der Risikobereiche im jeweiligen Betrieb
  • Ausarbeitung und Umsetzung eines Hygiene- und Präventionskonzepts
  • Regelungen für Maßnahmen zur Gäste-Kontakterhebung
  • Zuständig für Hygiene-Schulung der Mitarbeiter/innen inkl. Unterweisungsnachweis
  • Regelung zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Ansprechpartner für Mitarbeiter/innen und Auskunftsperson für Gäste und Behörden
Online-Interview mit Sachverständiger Wolfgang Huber

In einem Online-Interview erklärt Sachverständigr Wolfgang Huber die Vorraussetzungen und Aufgaben des Covid-19-Beauftragten nach dem Winterkodex Vorarlberg.

Covid-19-Beauftragter ist Teil des Hygiene- und Präventionskonzepts

Im Zuge des Hygiene- und Präventionskonzepts steht dem Betrieb als Hilfestellung eine eigens ausgearbeitete Checkliste mit Maßnahmenvorschlägen für die einzelnen Betriebsbereiche zur Verfügung. In dieser Checkliste wird auch der vom Betrieb bestellte Covid-19 Beauftragte angeführt und seine Zuständigkeitsbereiche definiert. Das Formular ist vom Covid-19 Beauftragten zu unterschreiben.

Sowohl die Bestätigung zur Bestellung des Covid-19 Beauftragten als auch das ausgearbeitete Hygiene- und Präventionskonzept ist vom Betrieb bei Aufforderung vorzuweisen.

FAQ zum Covid-19-Beauftragten

Ist eine spezielle Ausbildung oder ein Zertifikat als Covid-19 Beauftragter notwendig?

Nein, es sind keine Vorkenntnisse oder spezifische Ausbildung erforderlich. Es steht  dem Unternehmer frei, sich selbst, einen Mitarbeiter oder einen externen Beauftragten zu bestellen. Der Covid-19-Beauftragte sollte mit dem Betrieb vertraut sein.

Muss der Covid-19-Beauftragte bei einer Behörde gemeldet werden?

Nein, der Covid-19-Beauftragte muss nirgends gemeldet werden. Im Hygiene- und Präventionskonzept wird der vom Betrieb bestellte Covid-19-Beauftragte angeführt und seine Zuständigkeitsbereiche definiert. Dieses ist vom Covid-19 Beauftragten zu unterschreiben. Sowohl die Bestätigung zur Bestellung des Covid-19 Beauftragten als auch das ausgearbeitete Hygiene- und Präventionskonzept sind vom Betrieb bei Aufforderung vorzuweisen.

Muss der Covid-19-Beauftragte dauerhaft vor Ort im Betrieb sein ?

Der Covid-19-Beauftragte muss nicht dauerhaft vor Ort, aber telefonisch erreichbar sein. Er ist Ansprechperson für Mitarbeiter, Gäste und Behörden. Bei längeren Abwesenheiten wie beispielsweise Urlaub empfiehlt sich eine Vertretung.

Kann ein Covid-19-Beauftragter auch für mehrere Betriebe zuständig sein?

Ja, ein Covid-19-Beauftragter kann auch für mehrere Betriebe und Standorte zuständig sein. Es steht dem Unternehmer frei, sich selbst, einen Mitarbeiter oder einen externen Beauftragten zu bestellen. Der Covid-19-Beauftragte sollte mit dem Betrieb vertraut sein.

Kann der Covid-19-Beauftragte haftbar gemacht werden?

Der Covid-19-Beauftragte ist im Auftrag des Unternehmens/der Geschäftsführung in beratender Funktion tätig. Sofern der Beauftragte nicht zumindest grob fahrlässig handelt, haftet nicht der Beauftragte, sondern der Betrieb.

Was ist unter Risikoanalyse und -bewertung zu verstehen?

Bei einer Risikoanalyse im Rahmen der Konzepterstellung ist es hilfreich, die in der Checkliste angeführten Punkte mit der Fragestellung „Was wäre, wenn…“ zu hinterfragen. Daraus ergibt sich das unternehmensspezifische Risiko.
Bei der Risikobewertung geht es darum, den Eintritt eines möglichen Ereignisses und dessen Auswirkung darzustellen, um Schutzmaßnahmen zu treffen und das Risiko einer Infektion zu reduzieren.
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